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VORSICHT STATT NACHSICHT

VORSICHT STATT NACHSICHT

Warum schließen Sie eine Versicherung ab, zum Beispiel im Bereich Feuer? Natürlich um im Schadenfall eine Entschädigungsleistung zu erhalten. Ein eingetretener Schaden ist aus der Sicht des Risikomanagements aber immer nur das ultimative worst-caste-scenario. Wie man es schafft, einen Schaden im Vorhinein zu vermeiden und warum Sie davon profitieren, obwohl man „eh versichert“ ist, lesen Sie hier.

 

WENN DIE VERSICHERUNG ZUR BESICHTIGUNG KOMMT,

…ist das eine gute Nachricht für Ihr Unternehmen. Dann steht eine Risikobesichtigung, oftmals im Brandschutzbereich, auf dem Programm. Hierbei fährt ein von der Versicherung beauftragter Risikoingenieur zu Ihrem Unternehmen und bewertet die gegebene Situation und Abläufe nach Schadenanfälligkeit.

Anschließend werden Empfehlungen zur Verbesserung des Brandschutzes und im Hinblick auf die Schadenminimierung ausgesprochen. Die Empfehlungen werden dabei in mehrere Kategorien eingestuft, um die Entscheidung über die sinnvolle Zuteilung der zur Verfügung stehenden Mittel zu unterstützen. Der Ingenieur gibt jeweils ein Rating bezüglich Dringlichkeit und zu erwartenden Kosten ab.

  • Beispiel organisatorische Maßnahme zur Schadenminimierung:

20/01 Smoking Controls       Dringlichkeit: high        Kosten: low

„Wir empfehlen ein Rauchverbot im Umkreis von fünf Metern um Außenlagerbereiche mit entzündbaren Materialien. Kosten entstehen für Beschilderung und Markierungen.“

  • Beispiel technische Maßnahme zur Schadenminimierung:

20/02 Spezial Hazard Management Dringlichkeit: high Kosten: low

„Wir empfehlen folgende Maßnahme für den Lagerraum mit entzündbaren Materialien: Absaugung der Luft auf Bodenniveau“

BUSINESS CONTINUITY PLAN

Wichtig ist auch das Betriebsunterbrechungspotential: Kann das Produkt im Schadenfall extern gefertigt werden? Inwieweit ist eine Verlagerung der Produktion innerhalb der Gruppe möglich? Gibt es für kritische Rohmaterialien mehrere Lieferanten? Wie lange ist die Wiederbeschaffungszeit von Produktionsmaschinen? Gibt es ein Krisenteam, um im Schadenfall Alternativen der Produktionsfortführung zu entwickeln?

ES IST NIE ALLES VERSICHERT

Eine Entschädigungsleistung erfolgt immer gemäß Versicherungsbedingungen und kann in keinem Fall alle für das Unternehmen entstandenen Nachteile wieder wett machen: Die Versicherung kann keine immateriellen Werte wie den guten Ruf oder die Kundenzufriedenheit ersetzen. Die Marktstellung muss ggf. wieder neu erkämpft werden.

PRÄMIENRELEVANT

Unternehmen mit einer sehr schlechten Schadengeschichte bekommen am Versicherungsmarkt schwerer Deckungen oder nur in eingeschränkter Form. Eine Verbesserung der Risikosituation kann Argumente für eine  Verbesserung der Prämien liefern (jeweils abhängig vom Einzelfall).

Wir begleiten und beraten Ihr Unternehmen auf diesem Weg.

 

Wie gewonnen so zerronnen

Wie gewonnen so zerronnen

In den Wochen und Monaten vor einer Insolvenz versuchen Betroffene häufig, noch zu retten, was zu retten ist. Dabei kann die Insolvenz eines anderen auch Sie treffen: denn der Insolvenzverwalter hat das Recht, vorgenommene Rechtshandlungen in ihren Wirkungen rückgängig zu machen und die veräußerten Vermögenswerte zur Insolvenzmasse zu ziehen. Zahlt der Insolvente Ihre Rechnung kann es somit passieren, dass der bezahlte Betrag von Ihnen zurückverlangt wird. Doch wie können Sie sich davor schützen?

Werden die übrigen Gläubiger dadurch benachteiligt, dass vor der Insolvenz noch Vermögen abfließt zum Sondervorteil einzelner Gläubiger, können diese Abflüsse unter gewissen Voraussetzung vom Insolvenzverwalter zurückgeholt werden.

Mit einer Kreditversicherung ist Ihr Unternehmen gegen Forderungsausfälle auf der sicheren Seite. Diese schützt jedoch ausschließlich vor Zahlungsausfällen offener Forderungen.

Doch was passiert, wenn Sie bereits vor Jahren ein Geschäft mit einem Kunden abgeschlossen haben? Sie haben Ihre Leistung erbracht und Ihr Kunde hat auch ordnungsgemäß bezahlt. Jahre später wird exakt dieser Kunde insolvent.

Plötzlich fordert ein Insolvenzverwalter das erhaltene Geld inklusive Zinsen von Ihnen zurück. Darf er das? Ja, sofern andere Gläubiger durch die Zahlung an Sie im Sinne der Insolvenzordnung benachteiligt wurden.

Das Risiko eines Ausfalls ist – wie an dem Beispiel ersichtlich – mit der Zahlung nicht beendet. Im Extremfall können Zahlungen, die bis zu zehn Jahre vor Insolvenzeröffnung geleistet wurden, angefochten werden.

Eine Anfechtungsversicherung deckt genau dieses Risiko ab und entschädigt Ihnen das aufgrund einer erfolgreichen Insolvenzanfechtung an den Insolvenzverwalter zurückgezahlte Geld inklusive Zinsen. So können Sie beruhigt schlafen, auch wenn es mal unerwartet an der Tür klingelt.

KOSTENBOMBE „ABFERTIGUNG ALT“

KOSTENBOMBE „ABFERTIGUNG ALT“

Für alle Mitarbeiter mit 17-jähriger Firmenzugehörigkeit gibt es 1,53 Prozent vom Jahresbruttogehalt als Abfertigungsvorsorge. Für alle Mitarbeiter mit 18-jähriger Firmenzugehörigkeit gibt es ein halbes Jahresgehalt, wenn diese das Unternehmen nicht von sich aus verlassen. Ein halbes Jahresgehalt ist ein Vielfaches von 1,53 Prozent – so viel steht fest. Aber wissen Sie genau, wie viele Mitarbeiter im Unternehmen das betrifft und wie es mit den Rückstellungen aussieht?

FEHLBETRÄGE

In der Praxis kann es vorkommen, dass ein Fehlbetrag von bis zu 100 Prozent der Abfertigungsverpflichtung besteht. Für Unternehmen wird die Rückstellung für Abfertigungen nur mit 45 - 60 Prozent je Alter des Dienstnehmers gebildet. Außerdem wurde die gesetzliche Wertpapierdeckung gemäß § 14 EstG 1988 ab 2002 schrittweise gesenkt und seit 2007 ganz gestrichen.

Rechnen Sie mit folgendem Beispiel aus einer KFZ-Werkstätte nach:

  • Lackierer Peter Lackner: geboren am 7.8.1966

Eintritt in den Betrieb: 1.10.1995

Bruttogehalt: € 2.500,-

        

  • Abfertigungsanspruch per 1.10.2020: 12 Monatsgehälter, also € 2.500,- x 14 = € 35.000,-

Bis Herr Lackner in etwa zehn Jahren Pension gehen wird, kommt noch die Gehaltssteigerung von etwa zwei Prozent pro Jahr dazu, sodass bei Pensionsantritt ein Abfertigungsanspruch von ca. € 43.000,- besteht.

Als Möglichkeiten der Finanzierung stehen zwei Modelle zur Verfügung.

ABFERTIGUNGSRÜCKDECKUNGS-VERSICHERUNG

  • Indirekt-Versicherung d.h. das Unternehmen entscheidet, für welche Mitarbeiter eine Versicherung abgeschlossen wird
  • Prämienzahler, Versicherungsnehmer und Begünstigter ist das Unternehmen. Der Mitarbeiter ist nur versicherte Person.
  • gleichmäßige und planbare Liquiditätsbelastung
  • kein unerwartetes Problem bei Pensionierung oder Tod des Arbeitnehmers
  • flexibles Ansparmodel

 

ABFERTIGUNGSAUSLAGERUNGS-VERSICHERUNG

Eine weitere Möglichkeit ist die gesamte Auslagerung der Abfertigungsansprüche an eine Versicherung.

Unser Tipp: Vorsicht gilt bei einem Betriebsübergang. Hier haften der Veräußerer und der Erwerber für die Abfertigungsansprüche zur ungeteilten Hand.

 

Für Rückfragen oder Berechnung einer Abfertigungsversicherung steht Ihnen Ihr Betreuer von Allrisk Leue & Nill gerne zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an.

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