Schaden

Jungle Fighters

„Wozu habe ich eigentlich eine Versicherung?“ Diese Frage kommt einigen sicher bekannt vor. Wütend gestellt von Versicherungsnehmern, denen der Risikoträger im Schadensfall die Zahlung verweigern möchte. Wer von den beiden Parteien dabei im Recht ist, ist – dank des Paragrafendschungels – nicht immer einfach festzustellen. Jedenfalls sollte jede Ablehnung einer Schadenszahlung grundsätzlich hinterfragt werden. Entweder Sie studieren das „Kleingedruckte“ oder Sie fragen Ihre „Jungle Fighters“- den Versicherungsmakler.

Im vorigen Beitrag hatten wir die vorvertragliche Anzeigepflicht vorgestellt: Wer einen Versicherungsvertrag abschließen möchte, muss der Versicherung die Wahrheit sagen. Besonders wichtig ist das bei Unfall-, Kranken- und Lebensversicherungen. Beim Antrag unbedingt auch solche Krankheiten angeben, die man selbst für eine Bagatelle hält. Die ORF Sendung „Bürgeranwalt“ vom 28.01.2019 thematisierte eine solche Geschichte.

Krankenversicherung aufgelöst

Aufgrund seiner Rückenbeschwerden ist ein junger Mann mehrfach in ärztlicher Behandlung gewesen. Da viele seiner Arbeitskollegen ebenfalls über Rückenschmerzen klagten war er der Meinung, dass es sich lediglich um eine Berufskrankheit handle.

Um sich zukünftig über die gesetzliche Krankenversicherung hinaus abzusichern, füllte er mit einem ihm bekannten Agenten einen Gesundheitsfragebogen für eine private Krankenversicherung aus.

Die Fragen nach Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamenten wurden mit nein beantwortet, einzig bei der Frage nach einer Erkrankung des Bewegungsapparats wurde „ja“ angegeben. Zusätzlich ergänzte er: „Leichte Rückenschmerzen seit Juni 2017. Wurde aktuell mit mehr Bewegung und rückenstärkenden Übungen selbstbehandelt. Besserung spürbar.“

Wenige Tage nach Inkrafttreten des Vertrages wurde die Krebsdiagnose gestellt, die vermutlich für die Rückenschmerzen verantwortlich war.

Unrichtige Informationen angegeben?

Als der Versicherer von der Krebsdiagnose erfuhr, erhielt der junge Mann einen Brief:

„ […] Wir haben dabei festgestellt, dass bereits vor Vertragsbeginn eine Krankheit bestanden hat und/oder behandelt worden ist, die uns nicht bekannt gegeben wurde(n).

Wir machen deshalb von unserem Recht Gebrauch und treten mit sofortiger Wirkung vom Vertrag […] zurück.“

Der Herr hätte Gesundheitsfragen im Antrag unrichtig und unvollständig beantwortet, denn er habe lediglich leichte Rückenbeschwerden angegeben. Der Rücktritt wird dabei mit der Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht begründet.

Richtige Unterstützung

Ihr Versicherungsmakler hilft im Schadenfall mit einer durchgängigen Betreuung und agiert als eine Kontrollinstanz gegenüber der Versicherung. Das beginnt mit einer Deckungsprüfung und endet mit der Abrechnungskontrolle.

In vielen Fällen lassen sich Streitfragen mit den Versicherungen aufklären. In Härtefällen kann auch eine Deckungsklage gegen die Versicherung angestrengt werden. Der Anwalt des jungen Mannes wäre überzeugt, mit einer Deckungsklage gute Aussichten zu haben: Nur wenn der junge Mann zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses von der Krankheit gewusst hätte, wäre der Versicherer aus seiner Sicht leistungsfrei. Dem Versicherungsnehmer geht es aber nur um Rückzahlung der Prämien.

 

AND IT BURNS…THE RING OF FIRE

In Österreich ereignen sich jährlich ungefähr 25.000 Brände, im Durschnitt also alle 20 Minuten. Der größte Einzelschaden ereignete sich bei der Firma Leykam im Burgenland im Jahr 2006 mit einer Schadenhöhe von 80 Millionen Euro. Wir haben gerade einen Brandschaden mit über 10 Millionen Schadensumme in Bearbeitung. In diesem Artikel erfahren Sie mehr darüber und wir geben Tipps, worauf es bei der Feuerversicherung ankommt.

Bei einem über unser Büro versichertem Produktionsbetrieb hatte sich ein Brand während der Durchführung von Feuer- und Heißarbeiten entwickelt. Feuer- und Heißarbeiten stellen die häufigste Brandursache dar, da durch das Schweißen, Flammen, Loten und Schneiden sehr hohe Temperaturen entstehen. Obwohl der Betrieb beste Brandschutzvorkehrungen getroffen hatte und die Alarmierung der Feuerwehr unmittelbar erfolgte, wurde die Produktionshalle durch das Feuer komplett zerstört bevor „Brand aus“ gegeben werden konnte. Der entstandene Sachschaden an Gebäude und Maschinen beträgt 6 Millionen Euro. 

Durch den Brand ist es außerdem zu einem Betriebsstillstand gekommen. Der Sachverständige der Versicherung ist gerade dabei, den Unterbrechungsschaden, welcher mit 4 Millionen Euro veranschlagt ist, zu bewerten. Die Versicherung wird dem Unternehmen die angefallenen Fixkosten und den entgangenen Gewinn ersetzen.   

FLEXA SIND TEIL IHRER BÜNDELVERSICHERUNG

FLEXA steht für Fire, Lightening, Explosion und Aircraft und bezeichnet die in der Feuerversicherung enthaltenen versicherten Gefahren. FLEXA sind Teil Ihrer Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung, die als Bündel-versicherung weitere versicherte Gefahren enthält.

DAMIT ES ZU KEINEN ÜBERRASCHUNGEN KOMMT

Spätestens das neue Jahr sollte man zum Anlass nehmen, die Feuerversicherung regelmäßig zu überprüfen. Wichtig ist, dass die zu versichernden Werte korrekt in Ihrer Polizze erfasst sind. Problemstellungen könnten sein:

♦ Hat es im vergangenen Jahr Neuanschaffungen gegeben, so dass die Sach-Versicherungssumme erhöht werden muss? Wenn die Versicherungssumme nicht dem tatsächlichen Wert der versicherten Sachen entspricht, liegt eine Unterversicherung vor, und die Versicherung kürzt die Entschädigungsleistung anteilig.

♦ Haben Sie buchhalterische Abschreibungen bei Ihren Versicherungssummen berücksichtigt? Üblicherweise verwenden Sachversicherungen den Neuwert als Versicherungswert, damit neuwertiger Ersatz für die zerstörte Sache angeschafft werden kann. Es kommt auch öfters vor, dass Rabattierungen ungewollt im angegebenen Versicherungswert enthalten sind.

♦ Wie ist die Geschäftsentwicklung für das kommende Jahr geplant? Diese Frage ist für die Versicherungssumme der Betriebsunterbrechung sehr wichtig, da sich der Versicherungswert vom Zeitpunkt des Sachschadens in die Zukunft errechnet. Eine zu erwartende Steigerung des Deckungsbeitrags sollte in jedem Fall von einer Vorsorgeversicherung abgefedert werden können.

IHRE VERWANTWORTUNG

Gemäß österreichischem Versicherungsvertragsrecht ist der Versicherungs-nehmer für die Bekanntgabe der korrekten Versicherungssummen verantwortlich. Unsere Experten geben Ihnen Hilfestellungen zur richtigen Summenermittlung.

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